Kreuz von Notar Pütz auf Ehrenfriedhof restauriert

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Notariates „Dr. Koch, Lebach“, hat Dr. Klaus Koch dem Historischen Verein eine größere Spende überreicht mit der Maßgabe, das Kreuz des königlichen Notars Pütz auf dem Ehrenfriedhof Lebach restaurieren zu lassen.

Friedhofskreuz_Notar-Puetz_Groszansicht

Friedhofskreuz Notar Pütz

Notar Ernst Pütz, geb. in Manderscheid, war von  1853 – 1870 in Lebach als königlicher Notar tätig. Seine Ehefrau Anna Clara Petronella, geb. Gebert, aus Temmels an der Mosel starb 1868 mit 42 Jahren. Sein einziger Sohn Ernst Carl, er war gerade mal 16 Jahre alt, starb im Jahr darauf 1869 am 19. Juni. Diese beiden schweren Schicksalsschläge waren für Ernst Pütz Anlass, auf dem Ehrenfriedhof an der Mauer zur ev. Kirche ein Gedenkkreuz errichten zu lassen.

Das Sandsteinkreuz wurde vom Bildhauer namens Gansheimer oder Gundheimer (wo der ansässig war, ist nicht bekannt), gefertigt. Das kunstvoll gearbeitete Kreuz mit schöner, floraler Ornamentik trägt im Kreuz ein Medaillon, dessen Inschrift nicht mehr lesbar war.

Mit der Spende von Dr. Koch war es möglich, Herrn Walter Lesch aus Thalexweiler mit der Renovierung des Medaillons zu beauftragen. Nun ist die Inschrift wieder lesbar gemacht. Er gedenkt damit seiner verstorbenen Frau Clara P. und seinem Sohn Carl Pütz. Lesch hat in 2-wöchiger Arbeit das Medaillon gereinigt, die Schrift wieder lesbar gemacht und vergoldet.  Nun ist sie für alle Friedhofbesucher wieder lesbar. Der HVL dankt Walter Lesch für seine gelungene Arbeit.

In Gedenken an Carl Pütz

In Gedenken an Carl Pütz (*1853/ + 1869)

Im Sockel des Kreuzes ist ein Gedicht eingemeißelt, dass darauf schließen lässt, dass Pütz seinen Sohn sehr geliebt haben muss. Es lautet:

Freude wollt ich dir bereiten, zwischen Kämpfen, Lust und Schmerz,
wollt ich treulich dich begleiten, durch das Leben himmelwärts.
Doch du hast den Weg gefunden, wo kein Vater führen kann.
Durch die letzten dunklen Stunden, gingst du schuldlos mir voran.

Der Historische Verein Lebach bedankt sehr herzlich für das Engagement von Dr. Klaus Koch.

3 Gedanken zu „Kreuz von Notar Pütz auf Ehrenfriedhof restauriert

  1. herzliche Grüße aus Trier. Ich habe mich sehr gefreut über den Beitrag zu Ernst Pütz. Ich arbeite zurzeit, und seit Jahren, an einem Familienbuch Manderscheid und konnte so die Daten von Notar Ernst Pütz ergänzen, dessen Todestag mir aber noch fehlt.
    Seine Großmutter väterlicherseits trug übrigens den Namen Oehms und so sind wir dann schon bei meiner Familie gelandet.

    Herzlichst

  2. Die Restaurierung des Kreuzes von Notar Ernst Pütz ist sehr erfreulich und ich kann nur allen, die daran mitgewirkt haben, dafür danken. Der spätere königliche Notar Ernst Pütz aus Manderscheid hatte 1835 am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier Abitur gemacht und war ein Klassenkamerad des berühmten Karl Marx (1818-1883) gewesen. In Latein und Französisch hatte Pütz eine „1“ als Abiturnote. Als Studienwunsch gab er Jura an, was er dann ja auch erfolgreich umsetzte.

  3. Pingback: Der königliche Notar Ernst Pütz aus Manderscheid | Gregor Brand

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