50 Jahre Michaelsschule

Am 19. Juni d.J. feierte unsere Michaelsschule in Lebach ihr 50-jähriges Bestehen. Hierüber berichtete auch die Saarbrücker Zeitung (hier einfach anklicken, um zum SZ-Bericht zu kommen).

Alexa Harig, die als Lehrerin schon viele Jahre an der Michaelsschule tätig ist, hat anlässlich dieses Jubiläums eine Festschrift gefertigt; die wichtigsten Daten hieraus hat sie uns in einem PDF-Dokument zusammen gestellt (hier einfach anklicken, um zum PDF-Dokument zu kommen).

Lebacher Lehrerkollegium 1920, Fotoarchiv: Leidinger-Senzig
Lehrerkollegium 1920; Fotoarchiv: Leidinger-Senzig

Ganz schön strenge Blicke (man hat sofort das Gefühl, was ausgefressen zu haben): zum Vergrößern die Bilder einfach anklicken!

Hoch interessant ist in diesem Zusammenhang, die Schulchronik der Lebacher Volkschule bzw. Elementarschule zu lesen, die uns Egon Gross dankenswerterweise in lateinische Schreibweise transkribiert hat. Die Urschrift stammt aus dem Juni 1937 und wurde von dem damals bereits pensionierten Schulrektor Josef Leonardy verfasst. Man muss dabei den Eindruck haben, dass die Chronik nicht organisch gewachsen, sondern von Josef Leonardy zu unterschiedlichsten Themen (die auszugsweise überhaupt nicht schulbezogen sind) sozusagen im Rückblick geschrieben oder wenigstens zusammen getragen worden ist. Darauf deutet auch die von Egon Gross transkribierte Urschrift, die – bildhaft gesprochen – wie in einem Guss geschrieben scheint.

Lebacher Lehrerkollegium 1935, v.l.n.r. stehend: Senzig, Augustin, Gräber, Grenner, N.N.; sitzend: Steffen, Böffel, Rektor Leonardy, Britz und Werner; Fotoarchiv: Egon Gross

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Die Themenvielfalt ist wirklich bunt: Die Chronik beginnt mit der Aufzählung der ersten Lehrerinnen und Lehrer in preußischen Diensten. Darauf wird der Schulbau von 1820 intensiv beleucht. Ausführlich berichtet der Chronist sodann über die (vermutlich) erste Sedansfeier in Lebach; der Bericht ist getragen von großen patriotischen Gefühlen. Aus dem Rahmen fällt die Geschichte der Errichtung des Jabacher Laufbrunnens im Jahr 1876. Wieder aufgegriffen und zum Großteil wiederholt wird die Chronologie der Anstellung der Lehrerinnen und Lehrer, beginnend nach den Napoleonischen Kriegen mit der Errichtung der königlichen Schulordnung in der preußischen Rhein-Provinz. Ein Lehrer Britz zeichnet einen Artikel vom 15. Oktober 1884 über die Vierherrschaft Lebach. Es folgt ein Exkurs über das Schloss zur Motten und die Ritter von Hagen. Ohne Datumsangabe wird im Anschluss beschrieben, wie Kaisers Geburtstag gefeiert wurde (natürlich verbunden mit der Ausgabe der Kaiser-Wecken). Sehr emotional ist auch die Festrede, die am 22. März 1887 zum 90sten Geburtstag des Kaisers Wilhelm I in Lebach gehalten wird; leider ist nicht festgehalten, wer sie vorgetragen hat. Bevor Josef Leonardy versucht, die Geschichte der Lebacher Volksschule bzw. Elementarschule systematisch zu erzählen, gibt es noch „Anmerkungen“, die Informationen zu unterschiedlichsten Punkten auflisten, wie z.B., dass die Kartoffel in Lebach 1690 durch holländische Hüttenarbeiter, die auf der 1685 errichteten Dillinger Hütte arbeiteten, eingeführt wurde und die Ernährung unserer Bevölkerung durchgreifend verbesserte.

Lehrerkollegium 1950, v.l.n.r. stehend: Gräber, Riehm, Folz, Alt, N.N., Werner, Kreuzer; sitzend: Senzig, Amtsvorsteher Schulien, N.N., Braun, Pastor Kneipp, Kaplan Fischer, Storb und Leidinger; Fotoarchiv: Egon Gross

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Also:

Auf zum Lesen der bunten Lebacher Schulchronik (einfach hier anklicken, um zum PDF-Dokument zu gelangen)! Viel Vergnügen!

Lothar Schmidt

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