Johäntgen und Thewes

Namen, die man auch in Südbrasilien gut kennt

Felipe Kuhn Braun

2007 war er in Lebach, ein junger Mann aus dem Süden Brasiliens, und zwar von dort, wo im Bundesstaat Rio Grande do Sul, dessen Hauptstadt Porto Allegre ist, Uruguay, Argentinien und Paraquay angrenzen. Er suchte in unseren Standesamtsbüchern nach seinen Vorfahren.

Er heißt Felipe Kuhn Braun (nach brasilianischem bzw. portugiesischem Namensrecht wird zuerst der Familienname der Mutter genannt), ist Journalist und hat sich in Brasilien einen Namen gemacht als Regionalgeschichtler, der nach den deutschen Vorfahren in diesem großen südamerikanischen Land forscht.

Eine seiner Vorfahrinnen war Maria Johäntgen aus Lebach (* 06.09.1767), die mit Jacob Thewes aus Aschbach verheiratet war.

Felipe Kuhn Braun betreibt eine eigene Internetseite, auf der er sehr akribisch die Geschichte der deutschen Auswanderung nach Brasilien dokumentiert:
https://memoriadopovoalemao.blogspot.com (hier einfach anklicken).

Wir wollen die Korrespondenz mit Felipe Braun Kuhn hier festhalten. Hierzu schaut man bitte unter den Kommentaren, welche diesem Artikel beigefügt sind. Dazu klickt man gleich hier unterhalb in der schwarzen Leiste den Link „Comments“ an. Dann kann man entweder den Schriftverkehr nachvollziehen oder selber eine Frage stellen bzw. einen Beitrag schreiben.

Lothar Schmidt

8 Gedanken zu „Johäntgen und Thewes

  1. On Qua 5/01/11 06:33 Lothar Schmidt has sent:

    Sehr geehrter Herr Kuhn Braun,

    ich habe Ihre Adresse von unserem Lebacher Standesbeamten (Lebach, Saarland, Deutschland), Peter Rück, den Sie wohl schon mal aufgesucht hatten, um nach deutschen Vorfahren zu suchen.

    Meine Frage:

    Sind Sie auf Lebacher Vorfahren gestoßen dort in Südbrasilien?

    Ich arbeite selber an 2 lokalen Heimatforschungsprojekten mit:

    https://historischer-verein-lebach.de/ und https://unser-niedersaubach.de/

    Diese beiden Internetseiten werden von mir gestaltet.

    Herzliche Grüße
    und
    noch alles Gute im Neuen Jahr! Prost Neujahr!

    Lothar Schmidt

  2. Sent: Monday, January 24, 2011 4:56 AM
    Subject: Re: Deutsche in Südbrasilien

    Sehr geehrter Herr Schmidt,

    zuerst bedanke ich ihre Kontakt. Ich forsche schon viele Jahren über meiner Vorfahren (9 Jahren) und wenigen Jahren über die Vorfahren von meiner Freudin, sie waren alle aus Deutschland, meiner Vorfahren waren auch aus Russland (die Wolgadeutsche), Böhmen, und Echternach, Luxembourg.

    Ich war ein mal in Deutschland (in 2007) und besuchte ich einige Orten von meiner Vorfahren, Hunsrück und Saarland. In bin Journalist von Beruf und in 2010 schrieb zwei Bücher über die Deutsche Einwanderung in Südbrasilien. Mit der Zeit können wir viehleicht, Idee und Informationen wechseln.

    Ich habe ihre sites gesehen und für mich ist sehr Interessant diese Geschichte. Ich habe ein blog wo lasse ich einigen Informationen über meiner Projekten, Bücher, alten Bilder über die Deutsche Auswanderer und ihre Nachkommen in Südbrasilien. Viele waren aus Saarland, es gibt eine Gebiet hier, wo gibt viele Familie die unsprunglich waren aus Saarland. Mein blog ist https://memoriadopovoalemao.blogspot.com/

    Meiner Vorfahren aus Leebach waren de Johäntgen, Maria Johäntgen (*06 set 1767) Tochter von Peter Johänntgen und Catharina Frantz, aus Leebach, sie war heiratet mit Jacob Thewes aus Aschbach, ich suche noch die Vorfahren diese Familie, über die Thewis habe ich die ganze Genealogie und viele alten Bilder der Familie. Ob Sie Interesse habe, kann ich etwas aus Brasilien per e-mail schicken, über die Deutsche Geschichte hier, kultur, Gewohnenheit und meiner Forschungen.

    Die Thewis kam nach Brasilien, nach Dois Irmãos und Feliz, zwei Deutsche Städte von unsere Gebiet.

    Nochmal danke ihre Interesse,
    Viele Grüsse aus Südbrasilien,
    Felipe Kuhn Braun

  3. On Seg 24/01/11 07:55 , „Lothar Schmidt“ has sent:

    
    Lieber Herr Kuhn Braun,

    ich freue mich sehr über Ihre Antwort. Natürlich bin ich interessiert, was über die Lebacher Nachfahren in Südbrasilien zu erfahren.

    War denn Südbrasilien überhaupt das Zentrum der deutschen Auswanderung nach Brasilien? Gibt es in Brasilien noch andere deutsche Besiedlungsschwerpunkte? Können Sie mir auch sagen, ob es im übrigen Südamerika noch andere namhafte deutsche Besiedlungsschwerpunkte gibt? Kann man die Zahl der deutschen Auswanderer, die nach Südamerika gingen, schätzen?

    Danke!

    Gute Woche noch!
    Lothar Schmidt

    P.S.:
    Wir mussten hier mitverfolgen, dass Sie in Südbrasilien sehr unter Überschwemmungen zu leiden hatten. Ist alles gut überstanden?

  4. Sent: Monday, January 24, 2011 3:16 PM
    Subject: Deutsche in Südbrasilien

    Hallo Herr Schmidt,

    Ich habe fast alles verstanden, ob ich nicht etwas antworten, schreiben Sie für mich. Die Thewis und Dewis, (hier in Brasilien sie schreiben diese Familiename so), sind ein klein Familie mit so wenig nachkommen, etwas schwierig zum treffen in Südbrasilien bis ungefähr 1960.

    Hier ist sehr Interessant wie gab viele grossen Familien. Zum beispiel, der Einwanderer Johann Nikolaus Heck (meinem Ururururgrossvater der aus Dickenschied in 1827 kam), mit die Frau und 8 Kinder, hier er hat 56 enkelkindder, 330 urenkel und 1.100 ururenkel, war ein riesengrosse Familie hier.

    Mit Sicherheit das Zentrum der deutschen Auswanderung nach Brasilien war São Leopoldo, 35 km von unsere haupstadt Porto Alegre. Wie viele eiwanderer kam, jetzt kann icch nicht richtig sagen, aber in 1835 gab in Rio Grande do Sul 10 tausend Deutsche und Nachkommen.

    Die Auswanderung nach Südbrasilien war zuerst von 1824 nach 1835, nachher mit die Farrapenkrieg, ein Bürgerkrieg in Südbrasilien von 10 Jahren 1835-45, die Auswanderung war verboten. Zum anfang haten hier kein auflagen, die Evangeliche Religion war verboten bis 1889, hier die Deutsche waren an klagen mit zwei Dingen dass fehlt in die ersten Jahren: Religion und Schule.

    Nachcher die Deutschen kam nach Brasilien von 1845 bis ungefäher 1900. Und viel mehr kam diese Epoche. Wir hatten auch die Paraguai Krieg, dass war ein gross Problem für die Deutsche Nachkommen, in der Kolonie wo wohnten die Dewis oder Thewis, 40 waren in der Krieg und 37 sind gestorben.

    Das war in 1866 bis 1870, meinem Ururgrossvater hatte 3 Onkel die sind in der Krieg gestorben. Es gab viele Deutsche Städte, und mit die Deutsche namen, leider in die Zweite Welt Krieg der Regierung war schlecht mit die Deutsche Nachkommen, der Deutsche Sprache war verboten von 1939 bis 1945 für uns.

    Die Deutschen Dokumenten, Bücher usw, wurden versteckt, die Poliziei hat viele verbrand. Und die Deutschen namen von Strassen, Stadteilen, Städte, Plätzen, mussten alle auf Portuguiesisch sein. Mit der Zeit die Deutschenachkommen wollten noch die deutschen namen, war von 1945 bis heute war nicht mehr verboten, aber die Städte kannte nich mehr die Deutsche Namen haben.

    Ich habe ein Karte die Deutsche Kolonie, ich schicke ein Tag per e-mail. Der siedlung war in Süd, und wenig in São Paulo, Rio de Janeiro, Espírito Santo, und auch etwas in Bahia, aber dort war nicht gut für die Deutsche und sie kam nach Süd.

    Sie können unsere Schiftverkehr veröffentlichen. Und können Sie auch noch viele Fragen machen. Ich kann auch bilder von Unsere Gebiet schicken.

    Viele Grüsse aus Südbrasilien,

    Felipe Kuhn Braun

  5. Sehr geehrter Herr Schmidt,

    Fragen zur deutschen Auswanderung nach Brasilien sollten Sie an das Martius-Staden-Institut, São Paulo, richten.

    „Das Martius-Staden-Institut für Wissenschaft, Literatur und deutsch-brasilianischen Kulturaustausch ist eine gemeinnützige Einrichtung ohne gewerbliche Interessen und wird von der Stiftung Visconde de Porto Seguro getragen. Es hat seinen Sitz in Panamby im Stadtteil Morumbi. Mit seiner Bibliothek und einem umfangreichen Archiv zur Deutschen Einwanderung ist es heute eines der großen Zentren für Studien und Forschungen zu Themen, die im Zusammenhang mit der Einwanderung deutschsprachiger Volksgruppen und Personen nach Brasilien stehen sowie zu Literatur, Geschichte und Kultur Deutschlands.“

    Hierzu der entsprechende Link:

    https://www.martiusstaden.org.br

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieter Loyo
    Rio de Janeiro

  6. Hallo Dieter,
    Auf diesen Wege finde ich meinen „cousin“ von dem ich seit 39 jahre jede Spur verloren habe !!
    Na,ja auswandern vielleicht nicht unbedingt jetzt aber mal endlich die vorgesehen Reise zu iguaçu die wir damals geplant hatten und nie zustande gekommen ist.
    Hoffe dir geht es gut, wann kommst du mal wieder im Saarland ?
    Gruss,
    Gérard

  7. Sehr geehrte Damen und Herren,
    der Artikel über Herrn Kuhn Braun hat mich aufmerksam gemacht. Meine Eltern sind 1925 und 1927 geboren. Mein Vater wollte nach dem Krieg und 7jähriger russischer Gefangenschaft nach Brasilien auswandern. Er erzählte vom Bruder seines Vaters. Der Bruder hieß Paul Wallmann aus Pyritz in Pommern, der mit seiner Frau Erika 1918/1919 nach Rio Grande do Sul, Novo Hamburgo, Ivopoldo (L. Leopoldo) est, Picada 48 (via Ivoti) ausgewandert ist. Paul Wallmann ist Anfang 1950 verstorben und Erika wahrscheinlich Ende 1953, weil danach keine Briefe mehr an meine Oma geschickt wurden. Sie hatten keine Kinder . Vielleicht können Sie etwas über meine Familie in Erfahrung bringen. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich bei mir melden. Ich bin auch an den Büchern von Herrn Kuhn Braun interessiert. Mein Vater hat in den 7 Jahren Gefangenschaft portugiesisch gelernt; aber das reicht leider nicht mehr, um ein Buch zu lesen. Außerdem erblindet er langsam mit 86 Jahren.
    Ich wünsche Ihnen allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2014. Vielleicht höre ich ja von Ihnen.

  8. Buongiorno signor Lothar Schmidt.

    Riguardo alla immigrazione tedesca nel Rio Grande do Sul,Brasile;lei può trovare nella biblioteca del Landeshauptarchiv di Koblenz il libro Imigrantes Alemães 1824-1853 Códice C333 do AHRS di Gilson Justino da Rosa,questo libro sono stata io a donare a questa biblioteca. Inoltre lei può avere delle notizie riguardo alla immigrazione tedesca con il signor Egidio Weissheimer(https://www.mluther.org.br/imigracao/imigracao.htm).Interessante rivolgersi a ricercatore e genealogiste rinomate,perché in Brasile ci sono parecchie persone non serie,che sfruttano materiale di ricerche per pubblicare biografie di intere famiglie senza autorizzazione per fine commerciale. Senza rispettate i diritti d’autore,sia di quelli brasiliani che quelli tedeschi. In questo rientra anche i contenuti dei familienbuch di tutta la Germania.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.