Am 6.9.2026 wanderte eine Gruppe Interessierter entlang der Eidenborner, Lebacher, Jabacher und Knorscheider Banngrenze um den Jabacher Wald am Hoxberg bis zur Brunnenstube am Marbach. Im Jahr 1762 wurde die Grenze zwischen dem damals Hagenischen Wald (heute Jabacher Wald) und dem Nassau-Saarbrücker Ort Eidenborn festgelegt. Begangen wurde der Bannbereich vom 56. bis zum 66. Grenzstein hinter dem Ortsteil Zollstock sowie am Knorscheider Bann entlang vom 67. bis zum 73. Stein bis zur Brunnenstube am Marbach im Jabacher Wald.
Die Steine trugen eine laufende Nummer, die Jahreszahl 1762, die Buchstaben 4.H.L. für Vierherrschaft Lebach am Lebacher Bann, den Buchstaben H für den Hagenischen Wald sowie eine Wolfsangel als Zeichen für die in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken gelegenen Orte Eidenborn und Knorscheid.
Früher verzehrten die Eidenborner mit ihren Nachbarn nach einer Grenzbegehung zwei Kannen Wein, um ihre Zufriedenheit mit der neu vereinbarten Grenzlinie zu demonstrieren und zum Ausdruck zu bringen, dass man sich noch lange an die Grenzvereinbarung erinnern solle.
Heute spendierte der Wanderführer Thomas Besse weiße und rote Tafeltrauben aus seinem Garten und reichte dazu einen „Nuller“-Wein. Zudem wurden Freiexemplare der Eidenborner/Knorscheider Grenzstein-Tour und des Mess- und Bannbuchs des Eidenborner Hofes von 1760 verteilt. Beide Veröffentlichungen können auch in der Buchhandlung Anne Treib erworben werden.

